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Risikofaktor Schimmelpilz
Die heutige Bauweise kultiviert Pilze. Dichte Wände (Tapeten oder Kunstharzdispersionsfarben), Böden, Decken, Fenster verhindern den Luftaustausch und begünstigen die Pilzentwicklung. Neubauten
trocknen nicht gründlich aus. Falsche Isolierungen fördern auf- oder absteigende Feuchte. Wasserschäden werden unfachmännisch und inkonsequent saniert. Aber auch falsche Lüftungs- und Heizgewohnheiten haben Folgen. Kältebrücken
sind an der Tagesordnung, die Folge: Kondensation.
Die meisten der ca. 100.000 Schimmelpilzarten leben bevorzugt im Hausstaub und ihre besten Freunde sind Hausstaubmilben. Ärzte und andere Experten wissen, dass der größte Teil der Hausstauballergiker nicht gegen Hausstaub,
sondern gegen die mit dem Staub untrennbar verbundenen Schimmelpilze allergisch sind. Es gilt also an erster Stelle, ein Zuviel an Feinstaub zu vermeiden.
Pilze müssen nicht als Flecken an Wänden oder anderen Flächen sichtbar sein. Millionen Sporen können unsichtbar jahrelang durch die Luft fliegen, im Teppich sitzen oder auf Küchenflächen ausharren, bis sie endlich einen
geeigneten Nährboden gefunden haben, auf dem sie wachsen, gedeihen und sich vermehren können. Diese Nährböden sind organische Materialien, Lebensmittel, Fäkalien, Haustiere, Pflanzen, Staub, Tapeten, Teppiche, Holz, Lehm, Ziegel,
sogar Beton, aber auch viele Kunststoffe.
Es ist also äußerst trügerisch, davon auszugehen, dass ohne sichtbaren Pilzbefall kein Handlungsbedarf besteht. Ein Pilz ist anspruchslos, anpassungsfähig, zäh und seine Speisekarte lang. Was er für Wachstum und Vermehrung
braucht, ist Feuchtigkeit. Der immungeschwächte Mensch ist ein guter Nährboden, in ihm finden Pilze Speise in Hülle und Fülle und optimale Bedingungen durch Feuchte, Wärme und Dunkelheit.
30 % der Bevölkerung, zeigen positive Befunde in Speichel und Stuhl. 90 % der an Schuppenflechte erkrankten sind pilzauffällig, bei Neurodermitis ist der Prozentsatz ähnlich hoch. Der größte Teil aller Allergiker sind
Schimmelpilzallergiker: rund 40 %.
Ärzte und Wissenschaftler sind sich noch nicht einig, was gefährlicher ist, der Pilz oder sein Gift. Jeder Pilz gibt ein für ihn typisches Gift ab. Beim Aspergillus flavus ist es das hochgradig Krebs erregende Aflatoxin.
Lebensmittel, die mehr als 5 Mikrogramm Aflatoxin pro Kilo Ware enthalten, dürfen seit 1977 nicht mehr verkauft werden. Beim Aspergillus ochraceus ist es das Ochratoxin. Hierfür wird es noch in diesem Jahr die
Höchstmengenverordnung geben. Jedes der bisher etwa 100 bekannten Pilzgifte hat seine spezifische Wirkung.
Nachdem wir heute in so vielen Textilien, Farben, Teppichen und leider auch allzu oft in Matratzen (STERN-TV, Januar 1995) pilzhemmende Imprägnierungen finden, verarbeiten einige Hersteller, wie z.B. sembella nur naturbelassene
Materialien, ohne chemische Imprägnierung (Biozide).
Denn: Die Belastung des Benutzers durch allergieauslösende Stoffe soll besonders im Bett nicht durch vermeidbare Giftstoffe gefördert werden.
Wie vermeide ich Schimmelpilze an Matratzen ?
Durch Temperaturunterschiede zwischen Matratzenober- und Unterseite (besonders bei Kastenbetten) entsteht ein feuchtwarmes Klima. Kann aufgetretene Kondensflüssigkeit nicht
schnell genug entweichen, können je nach Jahreszeit einige Schimmelpilze bis zu 20 Millionen Sporen pro Minute abgeben. Deshalb empfiehlt es sich, das Raumklima in Ordnung zu halten, Matratzen bei jedem Bettwäschewechsel zu
wenden, damit auch jene Stellen auslüften können, an denen die Matratzen auf den meist versiegelten Latten auflagen. Entzieht man den Pilzsporen den Lebensraum, können sie nur schwer gedeihen und werden damit weder in der Wohnung
noch im Körper zu Dauergästen.
( moebelle gmbh 2001 - in Zusammenarbeit mit sembella Naturmatratzen) |